10 feministische Bücher, die du kennen solltest – Teil 1

Des öfteren werde ich gefragt, welche Bücher sich denn zum Einstieg eignen, wenn sich jemand mit dem Thema Feminismus auseinander setzen möchte. Meistens zähle ich dann einige meiner persönlichen Favoriten auf. Doch es gibt so viele großartige Bücher zu diesem Thema und es werden stetig mehr. Sie alle haben eines gemeinsam: Sie zeigen, wie großartig es sein könnte, wenn alle Menschen endlich gleichberechtigt wären.

Diesen Artikel will ich schon lange schreiben. Und nun stehe ich vor der Herausforderung, mich (erstmal) auf zehn Bücher zu beschränken. Mit anderen Worten: Es wird definitiv noch einen zweiten Teil dieser Liste geben – und vermutlich noch weitere.

Dieser erste Artikel soll einige Werke zusammenfassen, die ich wärmstens sowohl denen empfehle, die sich wirklich erst mit dem Thema auseinander setzen wollen, aber auch denen, die das längst tun und ihre eigene Lektüre-Liste erweitern wollen. In einem zweiten Beitrag wird es weitere Bücher geben, die sich noch stärker mit einzelnen Aspekten beschäftigen.

The future is female!: Was Frauen über Feminismus denken – Scarlett Curtis*

Ein wunderbares Buch für den Einstieg in Die Welt des Feminismus ist “The future is female!: Was Frauen über Feminismus denken”. Herausgegeben von Scarlett Curtis, sammelt das Buch die Eindrücke unterschiedlichster Frauen, darunter auch Women of Color. Neben Essays von Emma Watson, Saoirse Ronan, Jameela Jamil und Lolly Adefope, sind in der deutschen Version auch ein Text von Tijen Onaran und Fränzi Kühne abgedruckt.

Ein bisschen schade ist der abgeänderte Titel im Deutschen, denn das Original: “Feminists Don’t Wear Pink (and other lies): Amazing women on what the F-word means to them” ist so viel aussagekräftiger. Dennoch ist das Buch aufgrund seiner Vielfalt eine absolute Empfehlung und bietet einen schnellen und breit gefächerten Einstieg in den Feminismus.

Darum geht’s: Die Welt, in der Frauen heute leben, ist trotz #MeToo und immer größer werdenden öffentlichen Protesten gegen die Geschlechterungleichheit noch immer massiv vom Gender Pay Gap, der Sehnsucht nach dem perfekten Bikinibody und Mansplaining definiert. »The future is female! Was Frauen über Feminismus denken« ist das Buch für Mädchen und Frauen, die sich mit diesem ungenießbaren Cocktail nicht länger zufriedengeben wollen, eine einzigartige und vielstimmige Textsammlung. Frauen von der Hollywood-Ikone bis zur Teenie-Aktivistin erzählen darin ihre ganz persönliche Geschichte; alle Geschichten zusammengenommen entwickeln eine Kraft, die die alte Welt aus den Angeln heben kann und dem F-Wort einen ganz neuen Glanz verleiht.

Erschienen am 8. Oktober 2018 im Goldman Verlag, ISBN: 978-3-442-15982-6

Yalla, Feminismus! – Reyhan Şahi (Lady Bitch Ray)

Viele feministische Bücher werden von weißen Cis-Frauen geschrieben, die wenigsten haben einen Migrationshintergrund. Doch Feminismus soll und will auf mehreren Ebenen eine Gleichstellung aller Menschen, weshalb es so wichtig ist, zu diesem Thema auch ganz dezidiert Stimmen von Feminist*innen zu hören, die Intersektionalität erfahren, also Diskriminierung auf mehr als eine Art. Die promovierte Linguistin und Rapperin türkisch-muslimischer Abstammung Reyhan Şahi (Lady Bitch Ray) will dieser Sicht mit ihrem Buch mehr Gewicht verleihen und die starke Eindimensionalität des feministischen Diskurses damit aufbrechen. In “Yalla, Feminismus” macht sie muslimisch sozialisierte Frauen, Schwarze Frauen, trans und queere Personen sichtbar.

Darum geht’s: Reyhan Sahin – besser bekannt als Lady Bitch Ray – verkörpert eine ebenso einzigartige wie aufregende Position im feministischen Diskurs: Als promovierte Linguistin, provokante Rapperin und alevitische Muslimin spricht sie über weibliche Sexualität, den Islam und Antirassismus wie keine andere. Denn sie kennt sich mit Diskriminierung aus: als Frau im wissenschaftlichen Universitätsbetrieb, als türkisch-muslimische Alevitin, als Rapperin in der männlich dominierten Hip Hop-Szene. Sie steht für einen neuen Feminismus, der sich der eindimensionalen Fixierung auf die weiße westliche Frau entgegenstellt und sich für Selbstermächtigung und EntscheiDungsfreiheit für alle Menschen einsetzt. In einer Sprache, in der sich Ghettoslang und wissenschaftliche Analyse unverschämt nahekommen, zeigt sie, wo in Sachen Gleichberechtigung die großen Diskrepanzen liegen. Lady Bitch Ray engagiert sich für Frauensolidarität, bricht mit Sex-Tabus und macht deutlich, dass sich Kopftuch, Modebewusstsein und Feminismus keineswegs ausschließen.  

Erschienen bei Klett-Cotta, ISBN: 978-3-608-50427-9

Ruth Bader Ginsburg (300 Statements der berühmten Supreme-Court-Richterin) – Helena Hunt*

Ruth Bader Ginsburg ist eine Ikone. Als Richterin am US-amerikanischen Supreme Courts wurde sie geehrt und gleichermaßen gefürchtet. Viele ihrer Aussagen sind legendär, ihren Beinamen Notorious RBG trug sie ebenfalls nicht einfach so. Am 18. September 2020 starb die Juristin an Krebs. Etwa zeitgleich veröffentlichte der btb Verlag die deutsche Übersetzung (von Stefanie Retterbush) des 2018 erschienenen Buches “Ruth Bader Ginsburg – In her Own Words”. Darin sind 300 ihrer bekanntesten Statements und Aussagen aufbereitet, sortiert in drei Teilen. Viele dieser Statements sind Grund für ihre Bekanntheit weit über die Grenzen der USA hinweg und spiegeln ihre liberale Einstellung, mit der sie oft ihrer eigenen Zeit weit voraus war.

Das Buch ist wunderbar geeignet für diejenigen, die nach kurzen prägnanten Aussagen suchen, um sich des Themas anzunehmen. Und natürlich für all diejenigen, die sich an diese großartige Frau erinnern wollen.

Darum geht’s: »Vorreiterin. Heldin. Wonderwoman.« (ttt) Ruth Bader Ginsburg hat die Welt verändert. Ihr Gesicht prangt auf T-Shirts, ihre mutige Haltung inspiriert Menschen aller Generationen. Die zierliche Richterin am Obersten Gerichtshof der USA war moralischer Kompass und feministische Ikone der Millennials – geschätzt, mitunter auch gefürchtet für ihren messerscharfen Verstand, ihren Witz und ihren Kampfgeist. Zeit ihres Lebens hat sie unbeirrt für Gerechtigkeit gekämpft. Im Alter von 87 Jahren ist sie am 18. September 2020 in Washington einem Krebsleiden erlegen. Ihre Botschaft aber hallt nach. »I dissent – Ich widerspreche.« Diese Worte haben sie berühmt gemacht. 

Erschienen im btb Verlag am 14. September 2020, ISBN: 978-3-442-77081-6

We should all be feminists – Chimamanda Ngozi Adichie

Die nigerianische Schriftstellerin Chimamanda Ngozi Adichie ist eine der bekanntesten Feministinnen. Ihr TED-Talk, den sie 2012 hielt, wurde nicht nur von Beyoncé im Song “Flawless” zitiert, längst gibt es den Talk auch überarbeitet und gedruckt als Buch. In “We should all be feminists” schreibt sie verständlich und einfühlsam über kulturelle Identität, über Rollenerwartungen, Sexualität und Scham. Das 48-Seiten lange Essay ist ein wunderbarer Startpunkt in den Feminismus: kurz und on point wird mit Geschlechterrollen Schluss gemacht.

Darum geht’s: Die junge Bestsellerautorin Chimamanda Ngozi Adichie machte mit ihrem TED-Talk ›We Should All Be Feminists‹ (dt.: ›Mehr Feminismus!‹) Furore. Popsängerin Beyoncé Knowles sampelte einige Passagen daraus in ihrem Song ›Flawless‹. Mehr als 1,5 Millionen User sahen ihn im Netz, hier liegt er nun zum Nachlesen vor; gemeinsam mit vier neuen Stories, die Adichie einmal mehr als Erzählerin von Weltrang zeigen.

Mit ihren Geschichten gelingt ihr, was nur große Literatur vermag: Minutiös legt sie das Innerste ihrer Figuren bloß und enthüllt damit Wahrheiten unserer Gesellschaft, die so offenkundig sind, dass wir sie kaum jemals durchschauen. Adichie erzählt davon, wie man Rollenerwartungen erlernt, und davon, wie man lernt, sie zu brechen. Sie erzählt von Schuld, Scham und Sexualität, von Feminismus, Liebe und Heimat. Über all ihren Geschichten liegt der helle Schimmer einer besseren, einer toleranteren Welt. Adichie ist eine hellwache Beobachterin unserer Zeit und ihre Stories sind eine literarische Offenbarung.

In deutscher Sprache als Sammelband mit vier weiteren Geschichten unter dem Titel “Mehr Feminismus!: “Ein Manifest und vier Stories” bei Fischer erschienen. ISBN: 978-3-596-03676-9

Ein Zimmer für sich allein – Virginia Woolf

Virginia Woolf ist natürlich nicht nur wegen dieses Essays eine der meistzitierten Personen des Feminismus. In ihrer Geschichte, in der die Lesenden anhand der fiktiven Schwester William Shakespeares die gesellschaftlichen Unterschiede zwischen den Geschlechtern lernen, vereint sie Feminismus, Literaturgeschichte und Poetik. Das Buch wurde nicht nur in den 70ern neu entdeckt, sondern auch seitdem vielfach neu verlegt.

Darum geht’s: Hätte Shakespeare eine Schwester gehabt, ebenso begabt wie er, wie wäre es ihr ergangen? Welche Widerstände mussten Jane Austen oder die Brontë-Schwestern überwinden? Im Oktober 1928 hielt Virginia Woolf zwei Vorträge am ersten Frauencollege Großbritanniens an der Universität Cambridge. Ob ihnen bewusst sei, fragte Woolf ihre Zuhörerinnen, dass sie vielleicht »das am häufigsten abgehandelte Tier des Universums« seien? Schließlich wurde Literatur über Frauen fast ausschließlich von Männern verfasst. Aus Woolfs Vorträgen entstand der Essay »Ein Zimmer für sich allein«, den sie ein Jahr später veröffentlichte. Zu Woolfs Lebzeiten bereits hochgelobt, wurde ihre Abhandlung über Frauen und Literatur zu einem der meistrezipierten und wegweisenden Texte der Frauenbewegung. Engagiert und poetisch, erfahrungssatt und ironisch analysiert Woolf Geschlechterdifferenzen und führt aus, was Frauen brauchen, um künstlerisch tätig zu sein, große Literatur zu proDuzieren: ein gewisses Maß an finanzieller, vor allem aber geistige Unabhängigkeit, im viktorianischen England symbolisiert durch ein eigenes Zimmer.

Erschienen in unterschiedlichen Ausgaben, unter andrem in einer Übersetzung von Antje Rávik Strubel für den Kampa Verlag am 23. Juli 2020. ISBN: 978-3-311-22003-9

Wenn Männer mir die Welt erklären – Rebecca Solnit*

Jede Frau kennt Gespräche, in denen ihr ungefragt etwas erklärt wird, das sie bereits weiß – einfach weil ihr Gegenüber davon ausgeht, sie könne dieses Wissen gar nicht haben. Unnötig allemal und dann auch noch peinlich, wenn sich herausstellt, dass die Gesprächspartnerin eine wahre Koryphäe auf eben jenem Gebiet ist. Mit solchen Anekdoten würzt Rebecca Solnit ihr kluges Essay, in dem sie die Mechanismen von Sexismus untersucht. Das Buch liest sich leicht – dank der wunderbaren Übersetzung von Kathrin Razum und Bettina Münch – und ist eine praxisnahe Einstiegsliteratur in den Themenkomplex der Gleichberechtigung.

Darum geht’s: Ein Mann, der mit seinem Wissen prahlt, in der Annahme, dass seine Gesprächspartnerin ohnehin keine Ahnung hat – jede Frau hat diese Situation schon einmal erlebt. Rebecca Solnit untersucht die Mechanismen von Sexismus. Sie deckt Missstände auf, die meist gar nicht als solche erkannt werden, weil Übergriffe auf Frauen akzeptiert sind, als normal gelten. Sie schreibt über die Kernfamilie als Institution genauso wie über Gewalt gegen Frauen, französische Sex-Skandale, Virginia Woolf oder postkoloniale Machtverhältnisse. Leidenschaftlich, präzise und mit einem radikal neuen Blick zeigt Rebecca Solnit auf, was längst noch nicht selbstverständlich ist: Für die Gleichberechtigung von Frauen und Männern gilt es, die Stimme zu erheben.

Erschienen in einer Übersetzung von Kathrin Razum und Bettina Münch im btb Verlag am 9. Januar 2017, ISBN: 978-3-442-71439-1

Freundinnen – Marilyn Yalom und Theresa Donovan Brown*

Informativ und unterhaltsam schreiben Marilyn Yalom und Theresa Donovan Brown über die Entwicklung von Freundschaften zwischen Frauen von der Bibel und den Römern bis zur Aufklärung, von der Frauenbewegung der 60er- Jahre bis zu Sex and the City. Dabei zeigen sie auf, wie sehr sich das Verständnis von Freundschaft zwischen verpönt und unbekannt im Laufe der Zeit verändert hat. Immer wieder werden Frauen in der Geschichte vor allem als Rivalinnen dargestellt, ihre Freundschaft galt als minderwertiger als die zwischen Männern. Dieses Buch zeigt auf, wie Frauen sich schon immer unterstützt und gegenseitig empowert haben. Kleines Manko: Das Buch geht kaum auf Freundschaften, die über weiße Frauen hinaus gehen, hinaus. Hier wurde definitiv Potenzial verschenkt – vielleicht wird das in einer Neuauflage behoben?

Darum geht’s: In der heutigen westlichen Welt gilt Freundschaft unter Frauen als Selbstverständlichkeit. Doch ein Blick zurück zeigt: noch vor einigen Jahrhunderten waren »Freundinnen« so gut wie unbekannt, Freundschaften unter Frauen waren verpönt. 

Anhand zahlreicher Quellen werfen Marilyn Yalom und ihre Co-Autorin Theresa Donovan Brown einen höchst informativen und unterhaltsamen Blick auf die Entwicklung und das Verständnis von Frauenfreundschaft im Wandel der Zeit: von der Bibel und den Römern bis zur Aufklärung, von der Frauenbewegung der 60er- Jahre bis zu Sex and the City.

Erschienen in einer Übersetzung von Liselotte Prugger im btb Verlag am 14. Januar 2019, ISBN: 978-3-442-71761-3

Untenrum frei – Margarete Stokowski

Inzwischen ist es eigentlich ein Standardwerk zeitgenössischen Feminismus: 2018 erschien mit “Untenrum frei” das erste Buch der Autorin und Kolumnistin Margarete Stokowski. Darin schreibt sie über die eigene Erfahrung des Aufwachsens als Mädchen in Deutschland – inkl. Belästigungen auf dem Nachhauseweg und den ewig währenden Mantra von Mädchen- und Frauenzeitschriften. Das alles kombiniert sie klug mit Fakten und hinterfragt schonungslos unsere wie selbstverständlich hingenommenen Strukturen.

Darum geht’s: In «Untenrum frei» erzählt die Autorin und Spiegel-Online-Kolumnistin Margarete Stokowski, wie es ist, als Mädchen in Deutschland aufzuwachsen. Sie schreibt von unzulänglichem Aufklärungsunterricht, von Gewalterlebnissen, von Sex und von Liebe und zeigt: Noch immer besteht mit Blick auf die Geschlechtergerechtigkeit eine kollektive Schieflage. Für Veränderung im Großen, so Stokowskis These, bedarf es den Blick auf die Details. Ein persönliches, provokantes und befreiendes Buch.

Erschienen bei Rowohlt am 24. April 2018, ISBN: 978-3-499-63186-3

Schwarzer Feminismus – Natasha A. Kelly

Die Texte dieses von Natasha A. Kelly herausgegebenen Sammelbandes sind zwar alle bereits in den 70er bis 90er Jahren des letzten Jahrhunderts erschienen, sind aber dennoch topaktuell. Sie vereint zudem die Tatsache, dass der Begriff der Intersektionalität erst 1989 (von Kimberlé Crenshaw) geprägt wurde. Die Autorinnen dieser Texte schreiben daher über Mehrfachdiskriminierung, ohne das diese zu diesem Zeitpunkt bereits diskutiert wurde – was dem Blickwinkel auf Schwarze feministische Debatten dieser Zeit einen weiteren Twist gibt. In den ausgewählten Texten kommen unter anderem Sojourner Truth, Angela Davis, The Combahee River Collective, bell hooks, Audre Lorde, Barbara Smith, Kimberlé Crenshaw und Patricia Hill Collins zu Wort.

Darum geht’s: Als Sojourner Truth während ihrer Rede auf einem Frauenkongress in Akron, Ohio, die Frage stellte, ob sie denn keine Frau* sei, brachte sie eine Debatte ins Rollen, deren Ausmaß nicht abzusehen war. Sie hatte nämlich gleichermaßen weiße Frauen* für den Rassismus und Schwarze Männer für den Sexismus kritisiert, den sie Schwarzen Frauen* jeweils entgegenbrachten. Erst Ende des 20. Jahrhunderts, also fast 150 Jahre später, erhielt diese spezifische Form der Mehrfachdiskriminierung einen Namen. Es war Kimberlé Crenshaw, die 1989 den Begriff der ›Intersektionalität‹ prägte, der seitdem aus feministischen Diskursen nicht mehr wegzudenken ist. 

Doch wie verliefen die Schwarzen feministischen Debatten bis dahin? Vor welchen Herausforderungen standen Schwarze Frauen*im Globalen Norden? Und was können wir heute von ihnen lernen?

Erschienen im Unrast Verlag im März 2019. ISBN: 978-3-89771-317-8

Der Frauenatlas: Ungleichheit verstehen: 164 Infografiken und Karten – Joni Seager

In 164 übersichtlichen Infografiken und basierend auf den wichtigsten Fakten und Studien weltweit zeigt “Der Frauenatlas” auf, wie es in punkto Gleichberechtigung auf der Welt aussieht. Das Buch zeigt dadurch sehr übersichtlich, wo und wie Frauen benachteiligt sind – und seit wann dieser Status quo bereits besteht.

Darum geht’s: Auf einen Blick: Wie leben Frauen weltweit?

Wie groß ist die soziale Ungleichheit zwischen den Geschlechtern wirklich? Wo werden Fortschritte gemacht, wo gibt es Probleme? ›Der Frauenatlas‹ von Joni Seager, Professorin für Global Studies in Boston, gibt umfassende Antworten in 164 Infografiken, basierend auf den wichtigsten internationalen Studien der letzten Jahre. 50 Länder reglementieren, wie Frauen sich aus religiösen Gründen kleiden sollen. Doppelt so viele Frauen wie Männer können nicht lesen und an dem Verhältnis hat sich über 20 Jahre lang nichts verändert. Beim derzeitigen Tempo der Fortschritte wird der Gender Gap noch 217 Jahre bestehen.

Erschienen im Oktober 2020 bei Carl Hanser, übersetzt von Renate Weitbrecht und Gabriele Würdinger. ISBN: 978-3-446-26829-6

* Die Rezensionsexemplare von “Ruth Bader Ginsburg”, “Freundinnen”, “Wenn Männer mir Die Welt erklären” und “The Future is Female” wurden mir freundlicherweise von der Verlagsgruppe Randomhouse kostenfrei zur Verfügung gestellt. Dies hat meine Meinung jedoch nicht beeinflusst.

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