In ihrem Sachbuch “Anti-Girlboss: Den Kapitalismus vom Sofa aus bekämpfen”* plädiert Nadia Shehadeh für eine neue Sichtweise auf Erfolg, die sich von individuellem Ehrgeiz löst und kollektive Stärke sowie das Wohlsein in den Vordergrund stellt. Dabei beschäftigt sie sich einerseits mit dem dezidiert feministischen Ansatz, der aufzeigt, wie das System gerade Frauen einredet, sie müssten nett und ruhig sein, und unauffällig die ihnen übertragenen Aufgaben mit größter Zufriedenheit erledigen. Kritisch hinterfragt wird außerdem der Trend des “Girlboss” (allein die Bezeichnung sorgt dafür, dass ich mich auf einen anderen Planeten wünsche), also der Druck, ständig Höchstleistungen zu erbringen und sich so auszupowern, dass man keine Energie mehr hat, das System zu verändern.
Der fliegende Dandy – Lynn Messina
Nach dem spannenden Auftakt der Beatrice-Hyde-Clare-Reihe der US-amerikanischen Autorin Lynn Messina geht es in “Der fliegende Dandy” mit der Reihe weiter. Auch im zweiten Teil dreht sich dabei in wunderbarer Cozy-Crime-Manier, gespickt mit Jane-Austen-Vibes alles um die Titelheldin Beatrice Hyde-Clare, der erneut ganz unerwartet, und äußerst unpassend für eine junge Dame, eine Leiche in die Arme fällt. Diesmal fast buchstäblich.
Mord in bester Gesellschaft – Lynn Messina
Auf die Beatrice-Hyde-Clare-Romane der US-amerikanischen Autorin Lynn Messina bin ich schon vor einer Weile aufmerksam geworden, als diese in der Buchhandlung strategisch günstig platziert wurden. Der schlichte Stil der Cover mit dem angenehmen Vintagehauch aus floralen Motiven und gedeckten Farben hatte mich direkt angesprochen – und der Klappentext versprach eine Mischung aus Jane Austen und Agatha Christie. Wie könnte ich also einem Detektivroman in der Regency-Zeit widerstehen?