Zwei Social-Media-Stars, die unterschiedlicher nicht sein könnten und bei denen dennoch (oder genau deswegen) ein heftiger Funke überspringt. Ausflüge in die Teile einer schillernden Stadt, vor denen sonst alle die Augen verschließen. Und zwei Firefighter, die nicht nur jeden Tag aufs Neue ihre Stadt retten, sondern dabei auch versuchen, ein längst überholtes System zu verbessern. Mit ihrer “California Dreams”-Reihe hat die Autorin Kim Leopold vor der Kulisse Los Angeles’ drei wundervoll tiefgängige New-Adult-Romane geschrieben. Was Deadlines, Feminismus, Agenturbewerbungen und ihre Lektorin Tatjana Weichel damit zu tun hatten, hat sie mir im Gespräch verraten.
Was Männer kosten – Boris von Heesen
Das wir nach wie vor knietief in einer patriarchalen Welt leben, ist an sich nichts neues. Das sie uns eigentlich am Ende allen schadet ebenso nicht. Und dennoch gibt es nicht nur nach wie vor viele Menschen, die das nicht wahr haben wolle, sondern auch bewusst die Augen davor verschließen, weil sie vermeintliche Vorteile für sich daraus ziehen. Oft kommt feministische Literatur da nicht wirklich ran, denn sie appelliert an die philanthropische Idee, das alle Menschen gleiche Möglichkeiten haben sollten. In seinem Buch Was Männer kosten –Der hohe Preis des Patriarchats* geht Boris von Heesen einen eklatanten Schritt weiter, denn er packt unsere Gesellschaft genau dort, wo es ihr weh tut: beim Geld.
Wissensdurst
Dieses unbändige Verlangen, sich in ein Thema zu vergraben, es bis ins letzte Detail zu verstehen, und auch zu begreifen, was dahinter steckt – bis in welche Tiefen die Verbindungen dieses Wissens zu anderen Themen reichen. Die Welt in ihrer Komplexität verstehen zu wollen, scheint banal, ist so verzweigt und doch wieder so logisch. Und manchmal, da erfasst mich so eine Unruhe, die nur durch neues Wissen gestillt werden kann. Sie lässt nicht von mir ab, ehe ich die Welt ein kleines bisschen mehr verstehe. Es ist ein verrücktes Gefühl.