Leere

Das Leben ist nicht immer nur ein sonnengebadeter Zirkus, selten nur ein von Einhornschnuten geküsster Südseestrand und oft genug gibt es Momente, vor denen es uns graut. Und manchmal gibt es diese Momente, die sind eigentlich schön und alles ist gut. Wenn da nicht aus heiterem Himmel so eine Leere so schwer und erdrückend daher käme. Ohne Vorwarnung und meistens nicht einmal logisch nachvollziehbar. Aber sie ist da und sie saugt jeden Funken Fröhlichkeit – ehe sie genauso überraschend wieder verschwindet. Der Versuch, diesen Moment in Worte zu fassen, war gar nicht so einfach…

Leere

Und dann schlägt die Leere zu.
Löscht jeden Funken Licht und verdunkelt alles.
Sperrt jede helfende Hand aus,
Erlaubt keine Logik,
Verdrängt jedes Gefühl. 
Frisst sich ohne Vorwarnung in ein Herz,
Rammt ihre Krallen tief hinein
Und umhüllt es mit ihrem eisigen Atem.

Oft ohne Vorwarnung,
lässt sie keine Zeit zur Reaktion,
Keine Chance zum Schutz.
Mühelos durchbricht sie jeden Wall,
Zerfetzt jeden warmen Gedanken,
Friert jede schöne Erinnerung ein.
Gleichzeitig eisige Dunkelheit und gleißende Hitze,
Unerträglich und unentrinnbar. 

Ein Blinzeln, zwei heftige Atemzüge
Und sie zieht sich zurück,
Wartend und lauernd in den hintersten Ecken.
Als wäre sie gar nicht dagewesen,
Nur eine Einbildung oder ein Albtraum.
Doch ihre Krallen ruhen nur,
Bereit zuzuschlagen, 
Wenn ich es nicht bin.

Das Copyright des Textes liegt bei mir, eine Weiterverbreitung ist weder gewünscht noch gestattet.

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