Wicked – Jennifer L. Armentrout

Der Februar war möglicherweise mein „Jennifer L. Armentrout“-Monat. Nachdem ich mit „Wicked“ den ersten Teil der gleichnamigen Trilogie von ihr zum Geburtstag bekommen habe, habe ich innerhalb von zwei Wochen diese Reihe und danach auch noch die Lux-Reihe gelesen.
Da „Wicked“ mein erster Roman von Jennifer L. Armentrout war, war ich sehr gespannt, was mich bei der Autorin, die viele in der Buchblogwelt so hoch schätzen, wohl erwarten wird.

Zunächst hat mich jedoch das Cover fasziniert. Typo, Farben und grafische Elemente sind sehr schön aufeinander abgestimmt – es ist ein Buch, welches ich in dieser Art oft schon in Buchhandlung wie magisch in den Händen hielt. Auch finde ich die deutschen Cover sehr viel schöner als die der Originalreihe, die mich etwas zu sehr an die Aufmachung von Groschenromanen erinnert.

Klappentext von „Wicked“

Auf den ersten Blick ist Ivy Morgan eine normale junge Frau: Sie genießt das Studentenleben in New Orleans, und ist, seit dem tragischen Verlust ihrer ersten großen Liebe, überzeugter Single. Nur wenige ihrer Freunde wissen, dass Ivy einem Orden angehört, der die Menschen in New Orleans vor übernatürlichen Wesen schützt. Eines Tages wird Ivy von einer Fae angegriffen und schwer verletzt. Schnell ist klar, dass es bei dem Fae-Angriff nicht mit rechten Dingen zugegangen sein kann, deshalb schickt der Orden seinen Elite-Mann Ren Owens nach New Orleans, um die Sache gemeinsam mit Ivy aufzuklären. Ren ist attraktiv, arrogant und flirty – alles Dinge, die Ivy gehörig auf die Nerven gehen. Doch er ist auch so verboten sexy, dass sie ihm schon bald nicht mehr widerstehen kann … (Quelle)

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Der Unterschied Young Adult – New Adult. Oder: Ja, die Story wartet mit Erotik auf.

Etwas irritiert war ich zu Beginn schon, denn die Story wartet mit einigen sehr expliziten Szenen und Schilderungen auf.
Alles, was ich bis dato über Jennifer L. Armentrout gehört hatte, war harmloser. Bevor du zu „Wicked“ greifst, lass dir also gesagt haben, dass das Buch es nicht bei Andeutungen belässt. Es ist ein New-Adult-Roman, dessen Protagonisten diesseits der Volljährigkeit sind – und das wird in den zwischenmenschlichen Szenen sehr deutlich. Die Szenen sind voller knisternder, heißer Erotik und ganz ehrlich: mich hat es nicht gestört. Im Gegenteil, ich empfand den Erotikanteil absolut akzeptabel.

Aber gerade wer die Autorin bereits kennt oder sich vom Klappentext oder dem unschuldigen Cover zu einem Kauf verleiten lässt, dürfte vom detaillierten Umfang der zwischenmenschlichen Szenen eher negativ überrascht werden. Da wäre ein entsprechender Hinweis auf der hinteren Deckelseite nicht die schlechteste Entscheidung gewesen.

„Sie sah aus, als wäre sie gerade einem Katalog für Sommermode entstiegen.
Wenn ich eine andere Farbe trug als Schwarz, Hellbraun oder Grau, sah ich so aus,
als wäre ich einer Irrenanstalt entsprungen.“
IVY MORGAN, WICKED, KAPITEL 1

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Lovestory, übellaunige Überwesen und Überraschungen

Ich sag es ganz unumwunden: Ich mochte das Buch sehr. Die Geschichte wird aus Sicht von Protagonistin Ivy erzählt und ich bin dennoch überraschend schnell damit klar gekommen (die Perspektive hemmt mich sonst oft das erste Fünftel lang). Sie ist eine toughe Kämpferin mit einem großartigen Humor, unfassbar viel Sarkasmus und steht ziemlich fest in ihrem Leben. Ähnlich schnell bin ich mit Ren warm geworden. Er wirkte anfangs wie das typische Bad-Boy-Loveinterest, doch entpuppt sich schnell als mehr als das. Und das tut der Handlung richtig gut, denn er untergräbt Ivys Selbstständigkeit nicht – er ergänzt sie. Er sieht sie als absolut gleichwertig an und das macht die Beziehung so wertvoll. Was mich jedoch an der Beziehung der beiden mitunter sehr gestört hat, was aber wohl üblich im Genre ist, ist die überbetonte Unerfahrenheit der weiblichen Protagonistinnen, während die oft nur wenig älteren männlichen Gegenparts eigentlich immer wahre Meisterverführer sind. Auch bei Ivy und Ren ist es so, was manchmal schon ins Lächerliche abdriftet.

Ivys beste Freundin Val habe ich direkt im ersten Kapitel ins Herz geschlossen, denn auch wenn sie ebenfalls eine Jägerin ist, ist sie in allen Dingen eine Art Gegenpol zu Ivy. Und dann ist da noch Ivys Mitbewohner Tink – der innerhalb weniger Sätze zu meinem absoluten Favourite geworden ist. Ich würde mir am liebsten gern sämtliche Dialoge mit ihm ausdrucken und an die Wand hängen. ♥

Etwas zu eindimensional empfand ich in diesem Teil die Darstellung der Fae, der Wesen aus der Anderwelt, die nur wenig mit den Märchengestalten gemein haben. Hier kann in den nächsten Teilen gern etwas mehr Tiefe kommen.

Fazit: Abgesehen von der bereits erwähnten Kritik, hat mir das Buch wirklich sehr gut gefallen. Es ist zum Wohlfühlen und Lachen, zum Mitfiebern und auch für nächste Urlaubsplanung (natürlich nach New Orleans) bestens geeignet.

Buchrezension Bewertung

Bibliographische Angaben

Titel: Wicked. Eine Liebe zwischen Licht und Dunkelheit.
Autorin: Jennifer L. Armentrout
Originalsprache: englisch; „Wicked – A Wicked Trilogy Book 1“
gelesen auf: deutsch
Version: Paperback
Verlag: Heyne Verlag; Auflage: Deutsche Erstausgabe (10. September 2018)
ASIN: B07C42LDT1
ISBN: 978-3453319769
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 480 Seiten
Preis: 14,99€ (Paperback), 11,99€ (eBook)

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