The Ivy Years – Bevor wir fallen – Sarina Bowen

Als ich mir den ersten Teil der „The Ivy Years“-Reihe von Sarina Bowen gekauft habe, habe ich das vor allem wegen des wahnsinnig schönen Covers getan. Bei vielen Bookstagrammer*innen habe ich die Reihe im Regal stehen sehen und musste daher einfach zuschlagen.
Das mir die Reihe dabei wirklich richtig gut gefallen würde, konnte ich zu diesem Zeitpunkt aber natürlich nicht ahnen…

In „Bevor wir fallen“ erleben wir den Auftakt der „The Ivy Years“-Reihe, einer New Adult-Reihe, die am fiktiven Harkness College spielt. Das College selbst ist Mitglied der amerikanischen Elitehochschulen in Nordost-Amerika, den Ivy-League-Hochschulen. Und an genau dieser beginnt auf der ersten Seite des Romans das erste Semester von Corey Callahan, einer jungen Amerikanerin, die gerade ihr WG-Zimmer bezieht und dabei Unterstützung von ihren Eltern erhält. Denn Corey sitzt seit einem Unfall im Rollstuhl und ist froh, ihre überfürsorglichen Eltern endlich loszuwerden.

Auftritt: Herzklopf-Hartley

Neben ihrer neuen Mitbewohnerin Dana, lernt sie dabei vor allem ihren neuen Nachbarn kennen. Den trotz Krücken und Gips äußerst attraktiven Eishockey-Spieler Adam Hartley.

Und da haben wir es auch schon, das Pairing, um das es in diesem New Adult-Roman gehen soll. Und weil es nicht zu leicht gehen kann, werden die beiden zunächst platonische Freunde – Hartley hat nämlich bereits eine Freundin. Und obwohl Corey von Seite eins an besser zu ihm passt, als die arrogante und aufgeblasene Stacia, bemerkt er das natürlich erst recht spät. Dabei haben beide auch so ihre ganz anderen Sorgen: Corey muss sich im Rollstuhl zurecht finden, eine Rolle, die ihr einfach nicht gelingen will und auch Hartley möchte vor allem seine Krücken wieder los werden.

Klappentext von „Bevor wir fallen“ – The Ivy Years Teil 1

Die Liebe kann dich heilen … aber auch zerstören.

Seit einem Sportunfall ist Corey Callahan auf den Rollstuhl angewiesen, doch ihren Platz am renommierten Harkness College will sie auf keinen Fall aufgeben! Gleich an ihrem ersten Tag trifft sie auf Adam Hartley, der sich beim Eishockey das Bein gebrochen hat und deshalb im behindertengerechten Wohnheim einquartiert wurde – im Zimmer direkt gegenüber. Corey weiß augenblicklich, dass sie das in Schwierigkeiten bringen wird: Adam ist gutaussehend, lustig und schlau. Aber er hat eine Freundin. Und auch wenn Corey sich von niemandem besser verstanden fühlt als von Adam und sie sich sicher ist, dass es ihm genauso geht – für sie beide gibt es keine Chance …
(Quelle)

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Zwei Protagonist*innen mit viel Feuer

Die beiden tänzeln also eine ganze Weile lang umeinander herum und wissen nicht so recht, ob das jetzt noch Freundschaft oder eben schon mehr ist. Das könnte ätzend sein, wenn die beiden nicht so wahnsinnig sympathische Charaktere wären. Beide haben dermaßen einen Kratzer im Lack, dass man sie einfach mögen muss. Auf der einen Seite Corey, die durch einen dummen Unfall nie wieder ihrer größten Leidenschaft nachgehen kann, und auf der anderen Seite Hartley, der sich zwar langsam wieder ins Eishockey-Training zurückkämpft, dabei aber ganz andere Baustellen hat, von denen niemand ahnt. Dennoch sind beide nicht nur locker und humorvoll, gerade Corey legt eine Entschlossenheit zu Tage, für die man sie nur bewundern kann. Denn statt hilflos ihr Schicksal zu akzeptieren, probiert sie sich aus, fällt und steht wieder auf.

Ergänzt werden diese beiden Herzenscharaktere von einer illustren Schar spannender Nebencharaktere, wie Hartleys Mutter und seinem Freund Bridger, sowie Coreys liebenswerter Mitbewohnerin Dana.

Eine barrierefreie Liebe – äh Freundschaft!

Trotz ihres Unfalls wollte Corey nicht nur weiterhin am über dreihundert Jahre alten Harkness College studieren, sondern auch im uralten Beaumont-Haus leben, wie ihr großer Bruder vor ihr. Das der Campus mit seinen vielen verstreuten Gebäuden dabei kaum barrierefrei ist, von den ganzen Wegen dazwischen mal ganz abgesehen, verbindet sie mit Hartley. Und so verbringen sie ihre Wochenende-Abende statt auf Campus-Parties vor der Konsole, mixen sich selbst ihre Getränke und kommen sich dabei irgendwie auch näher – allerdings nur so lange, bis Hartleys zauberhafte Stacia aus ihrem Auslandssemester zurück ist…

Mir hat dabei besonders der Tiefgang gefallen, wenn es um Coreys Rollstuhldasein ging. Da wurden die knallharten Physiotherapiestunden ebenso geschildert, wie die Probleme, die sich für Corey bei einem Gang zur Toilette ergeben. Und manchmal war es auch amüsant, nämlich wenn die beiden die Mensa mit Hilfe eines Lastenaufzugs betreten, da sie im Obergeschoss liegt. Alles in allem bringt Sarina Bowen hier die Sprache auf ein sehr wichtiges Thema, dass trotz Lovestory nicht zu kurz kommt.

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Fazit: Ich liebe die Dynamik zwischen Corey und Hartley und Sarina Bowen dafür, diese wunderbaren Dialoge zwischen den beiden ersonnen zu haben. Ein schönes New Adult Buch, welches das Thema Inklusion behandelt und dabei nicht beschönigt.

Buchrezension Bewertung

Bibliographische Angaben

Titel: The Ivy Years – Bevor wir fallen (Ivy-Years-Reihe, Band 1)
Autor: Sarina Bowen
Originalsprache: englisch; „The Year we fell down“
gelesen auf: deutsch
Version: Taschenbuch
Verlag: LYX; Auflage: 001. (1. Januar 2018)
ASIN: B01N1FKMYK
ISBN: 978-3736304505
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 320 Seiten
Preis: 12,90€ (Broschiert), 9,99€ (eBook)

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