Sinking Ships – Tami Fischer

Nach Burning Bridges bringt Tami Fischer die Kleinstadt Fletcher erneut zurück: Der zweite Teil ihrer Trilogie um eine Gruppe von FreundInnen in der fiktiven Kleinstadt stellt zwei bereits bekannte Charaktere in den Mittelpunkt und kommt mit einer spannenden Rahmenhandlung daher.

Carla ist eine Freundin von Ella, der Protagonistin des ersten Bandes. Nachdem sie sich etwas von ihren Freundinnen abgekapselt hatte und der Grund dafür in Burning Bridges noch im Dunkeln blieb, geht es nun um sie und ihr Geheimnis. Ist sie im ersten Teil deshalb aufgefallen, weil sie und ihre Mitbewohnerin Ella zeitweise ein Dach über dem Kopf bieten und dabei langsam wieder Teil der Gruppe wird, wird hier schnell klar, warum sie keine Zeit mehr für Freundinnen und gemeinsame Erlebnisse hatte. Selbst noch nicht volljährig, erzieht sie nämlich ihre beiden kleinen Brüder, stemmt nebenbei noch Job und Studium.

So. Viel. Wasser!

Diese Art von Problemen kennt Mitchell nicht. Er ist der große Bruder von Carlas Freundin Savannah und gefühlt schon ewig in Carla verknallt. Sein Leben könnte perfekt sein, denn er kommt aus einer gut situierten und angesagten Familie, die es ihm ermöglicht, in jeder freien Minute seinem liebsten Hobby nachzugeben: dem Schwimmen. Als Captain des Universitätsschwimmteams hat er dabei beste Karten, Rekorde zu brechen.

Sinking Ships – Tami Fischer (Droemer Knaur)

Ich glaube, dass mir Carla und Mitchell noch besser gefallen haben, als Ella und Ches. Carla ist so toughe und hinter ihrer Fassade so verletzlich – eine Diskrepanz, die Tami Fischer wunderbar in Worte fassen konnte. Doch auch die Gefühlswelt von Mitch, dem es nach außen hin an nichts mangelt und der doch mit seinen ganz eigenen Problemen kämpft, war sehr einfühlsam beschrieben.

Und wie könnte es anders sein, auch hier kommt der Tami-Fischer-Humor nicht zu kurz. Im Gegenteil, Carlas Irritation darüber, wie gut Mitchell spanisch spricht, ihre falschen Sprichwörter (I feel you Carla! I think I spider!) aber auch das Gezanke zwischen den beiden haben einfach Spaß gemacht. und das Umblättern wie selbstverständlich.

Die New Adult Klischee-Eltern?

Burning Bridges habe ich noch dafür gelobt, dass es mal keine Klischeeeltern gibt, die den Konflikt der ProtagonistInnen verursachen. Bei Sinking Ships ist das etwas verzwickter. Denn sowohl Carlas Eltern als auch Mitchells Eltern trugen und tragen maßgeblich dazu bei, dass die Beiden vor den Problemen stehen, die sie haben. Doch das Klischee sind hier eigentlich nur Mitchs Eltern, denn Carlas Eltern…ach lest selbst.

Klappentext von Sinking Ships

Carla Santos hält nichts von der Liebe. Und schon gar nicht von unerträglich netten, attraktiven Jungs wie Mitchell, dem Bruder ihrer besten Freundin und Kapitän des Schwimmteams.

Denn Carla braucht eine harte Schale, damit ihr das Leben nichts mehr anhaben kann. Damit sie es schafft, ihre beiden kleinen Brüder allein groß zu ziehen und nebenbei auch noch Job und Studium zu stemmen. Deshalb darf niemand wissen, dass sie panische Angst vor Wasser hat, seit sie als kleines Mädchen mit ansehen musste, wie ihre Mutter ertrunken ist. Niemand soll Carla schwach sehen.

Doch als Carla bei einer Party in den Pool stürzt, ist es ausgerechnet Mitchell, der sie in letzter Sekunde vor dem Ertrinken rettet. Gegen ihren Willen lässt Mitchell Carlas Mauern bröckeln, aber bevor sie ihm ihre Gefühle gestehen kann, schlägt das Leben noch einmal mit aller Härte zu. Carla muss sich endlich ihrer größten Angst stellen, wenn sie Mitchell für sich gewinnen will.

(Quelle)

So. Viel. Wasser?

Abgesehen von einigen anderen Baustellen, an denen die beiden arbeiten, ist es vor allem das Schwimmen, dass die beiden näher bringt. Doch anders als Mitchell, hasst Carla den Kontakt mit Wasser. Das schließt eigentlich auch das Baden in der Badewanne mit ein. Sie fühlt sich unwohl, sie hasst es – sie hat Angst davor. Weil sie nicht schwimmen kann.  Doch obwohl sie Mitchell nicht wirklich leiden kann, geht sie mit ihm die Wette ein, dass sie es schafft, es zu lernen…

Sinking Ships – Tami Fischer (Droemer Knaur)

Als anerkannte Wasserratte war es mir ein Vergnügen, gerade diese Szenen zwischen ihnen zu lesen. Mitchell, der so vorsichtig und verständnisvoll ist und Carla, die gern über ihren Schatten springen würde, es aber doch irgendwie nicht will.

Fazit: Ich liebe Carla und Mitch und habe sie kurzerhand zu meinem liebsten NA-Paar 2020 gekürt. Carla ist eine der sympathischsten Protagonistinnen der Geschichte dieses Genres und Mitchel ist ein unfassbar guter Kerl, Schwimmer und Marvel-Fan.

Buchrezension Bewertung

Bibliographische Angaben von Sinking Ships

Titel: Sinking Ships
Autorin: Tami Fischer
Originalsprache: deutsch
gelesen auf: deutsch
Version: Taschenbuch/Broschiert
Verlag: Knaur Taschenbuch, Originalausgabe (November 20219)
ASIN: B07PLHW3DK
ISBN: 978-3426524961
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 384 Seiten
Preis: 12,99€ (TB), 9,99€ (eBook)

Sinking Ships – Tami Fischer (Droemer Knaur)

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