Geister auf der Metropolitan Line – Ben Aaronovitch

Einen Sommer ohne Peter Grant kann ich mir schon seit einigen Jahren nicht mehr vorstellen. Gab es doch bisher immer pünktlich zur Sommerzeit einen neuen Roman aus der Feder von Ben Aaronovitch. Für 2018 war jedoch im deutschsprachigen Raum kein Roman geplant – mit „Geister auf der Metropolitan Line“ gibt es stattdessen eine Kurzgeschichte um Police Constable und Zauberlehrling Grant.

In diesem Sinne handelt es sich nicht um den 7. Teil der „Die Flüsse von London“-Buchreihe und somit den Nachfolger von „Der Galgen von Tyburn„. Das Buch ist mit 176 Seiten auch nur etwa halb so umfangreich wie die „richtigen“ Romane – eine Kurzgeschichte eben. Sie ist wie immer spannend und witzig geschrieben. Wer die vielen schlechten Rezensionen zu diesem Buch gelesen hat, hat dabei vor allem eins bemerkt: eigentlich sind alle wegen des Preises sauer.

„In ein paar Minuten kommt Ihr seltsamer Chef her, gemeinsam mit meinem völlig normalen, in keiner Weise sonderbaren Chef.“
DS TRANSCOMBE, GEISTER AUF DER METROPOLITAN LINE

Geister auf der Metropolitan Line - Eine-Peter Grant-Story (Ben Aaronovitch) - Die Flüsse von London im dtv-Verlag. Buchrezensionen auf vielleichtaberdoch.de

Klappentext von Geister auf der Metropolitan Line von Ben Aaronovitch

Geistersichtungen auf der Metropolitan Line der Londoner U-Bahn! Unflätige Bemerkungen geben die Gespenster auch noch von sich. Aufruhr und Chaos unter den Pendlern sind die Folge. Police Constable und Zauberlehrling Peter Grant nimmt, gemeinsam mit ein paar guten alten Bekannten, die Ermittlungen auf. (Quelle)

Kurzer und knackiger Lesespaß

Die Kritik zum Preis des Buches kann ich durchaus nachvollziehen. Aber da ich (1) aus Platzgründen auch oft eBooks kaufe, die den gleichen Preis haben wie die schicke Taschenbuchausgabe und (2) wohl niemals an einem Peter-Grant-Buch vorbeigehen kann, stellte sich die Frage für mich gar nicht. Und mal ehrlich: ich hab schon dünnere Bücher für mehr Geld gekauft (ich denke nur gerade an meine knapp zwei dutzend Agatha Christie Romane in der schönen Fischer-Taschenbuch-Ausgabe).

„Wir hatten versucht, die resultierenden Vestigia so neutral wie möglich zu halten,
aber aus irgendeinem Grund strahlte er eine Aura von Kaffee, abgestandenem Bier und staubigen Vorhängen aus.
Wir nannten ihn den Hangover-Stein.“
PETER GRANT, GEISTER AUF DER METROPOLITAN LINE

Aber zurück zum Thema. Die Story ist schnell erzählt: Als sich die Geistersichtungen auf der Metropolitan Line häufen, wird zurecht an die Abteilung „für abstrusen Schei*“ gedacht. Gemeinsam mit seinem Verbindungsmann zur British Transport Police darf er sich daher in der morgendlichen Rush Hour in die Bahn quetschen und darauf warten, dass die Mitreisenden von Gespenstern belästigt werden.
Das Spannende daran: die Betroffenen vergessen innerhalb kürzester Zeit, was sie gesehen oder bemerkt haben. Ist da Magie am Werk oder ist es den Leuten auf einmal nur peinlich, mit der Polizei über Geister zu reden? Und warum verhalten sich die Geister überhaupt so betont unfreundlich?

Geister auf der Metropolitan Line - Eine-Peter Grant-Story (Ben Aaronovitch) - Die Flüsse von London im dtv-Verlag. Buchrezensionen auf vielleichtaberdoch.de

Fazit: Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen und an mehreren Stellen gab es auch Elemente, die für die Haupthandlung später noch einmal interessant werden könnten. Besonders die Charakterentwicklung von Peters Cousine Abigail und der kleine Flussgott, den Peter aufgabelt, haben es mir angetan.

Am 20.09.2019 erscheint übrigens mit „Der Oktobermann“ die zweite Kurzgeschichte aus dem Flüsse-von-London-Reich. Diese soll in Deutschland spielen (also wohl ohne Peter Grant und Nightingale) und ich bin bereits sehr neugierig – auch wenn vorher noch der soeben erschienende 7. Teil der Haupthandlung „Die Glocke von Whitechapel“ bevorsteht. ♥

Buchrezension Bewertung

Bibliographische Angaben

Titel: Geister auf der Metropolitan Line – Eine-Peter Grant-Story
Autor: Ben Aaronovitch
Originalsprache: englisch; „The furthest Station“
gelesen auf: deutsch
Version: Taschenbuch
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft (31. Mai 2018)
ASIN: B077JSZJZW
ISBN: 978-3423217330
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 176 Seiten
Preis: 8,95€ (TB), 7,99€ (eBook)

Geister auf der Metropolitan Line - Eine-Peter Grant-Story (Ben Aaronovitch) - Die Flüsse von London im dtv-Verlag. Buchrezensionen auf vielleichtaberdoch.de

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