Frankfurter Buchmesse 2019

Vor über einer Woche fiel der Startschuss der diesjährigen Frankfurter Buchmesse, vor etwas weniger als einer Woche schloss sie für 2019 ihre Türen und Tore. Zeit für einen Rückblick auf – für mich – vier Messetage voller Bücher, Buchmenschen und mehr*.

Seit vielen Jahren begleitet mich die Leipziger Buchmesse bereits durchs Jahr, Frankfurt hingegen war eine Premiere. Nicht nur ist Frankfurt von Berlin aus betrachtet ein gutes Stück weiter entfernt, auch konnte ich bisher durch meinen Job im Oktober nicht freinehmen. Dieses Jahr hat dann endlich alles geklappt und so ging es für mich und die liebste Messebegleitung Missi nach Frankfurt!

 

Tag 1: Mittwoch, 16.10. – Ankunft, Essen, Trinken und … Essen!

Wenn früh am Morgen…

Fast noch im Dunkeln ging es vom Berliner Hauptbahnhof auf der Strecke über Wolfsburg und Kassel nach Frankfurt. Die lange Zugfahrt hatte den absoluten Vorteil, dass ich noch ein Rezensionsbuch zuende lesen und einige Interviews vorbereiten konnte. Da das Zug-Wifi noch immer zu schlecht für sinnvolles netflixen ist, gab es auch wenige Ablenkungen. Kurz war uns auch so, als würden wir uns den Wagon mit anderen Bookstagrammerinnen teilen, doch dazu später mehr…

In Frankfurt angekommen, war eigentlich ein leckeres Essen mit anschließendem Stadtbummel geplant. Weder Missi noch ich waren vorher mal in Frankfurt und wollten daher die Stadt ein bisschen kennen lernen.
Doch daraus wurde dank Regenwetter nichts. Nach einer leckeren Pasta in der l’Osteria ging es deshalb doch schon auf die Messe.

Ein Fotomuss zu jeder Messe: Die Ullstein-Eule. Und ein obligatorisches Messe-Selfie mit der liebsten Begleitung.

 

Die Frankfurter Buchmesse ist ganz anders als Leipzig!?

Wer wie wir dabei bisher nur die Leipziger Messe kennt, wird über mehrere Dinge sehr überrascht sein: Da ist zum einen die Lage der Messe in direkter Nähe zum Hauptbahnhof, die für uns an fast allen Tagen ein ÖPNV-Ticket überflüssig machte. (Im Gegensatz zur LBM ist hier auch gar kein ÖPNV-Ticket im Messeticket enthalten.) Aber auch die Struktur der Messe selbst ist ganz anders als in Leipzig, was vermutlich auch viel durch die mehreren Etagen innerhalb einer Halle kommt. So waren nahezu alle Verlage, die uns stärker interessierten, in Halle 3 untergebracht, was das Schrittpensum auf ca. 1/3 der LBM-Schritte reduzierte.

Wir schlenderten dann am Mittwoch vor allem durch Halle 3.0, genossen die Happy Hour an einigen Verlagsständen und hatten die ersten netten Gespräche mit Lena und Janina, zwei wahnsinnig lieben Boogstagrammerinnen. Lena ist zudem auch die Inhaberin des traumhaft schönen Buchkerzenshops LovinBooksCandle, einem Shop, in dem ich sehr oft für Fotoprops stöbere. 😉 Da der Messemittwoch noch sehr überschaubar war, hatten wir sogar etwas Zeit, uns länger zu unterhalten – schön wars!
Danach gab es dann noch Burger (was wäre ein Messebesuch ohne?), ehe wir uns in unser nussschalengroßes Hotelzimmer verkrümelt haben.

Der Romance Talk von Droemer Knaur am Freitagvormittag.

 

Tag 2: Donnerstag, 17.10. – Verlagsprogramme, Lesungen und Bookstagram-Treffen.

Aufstehen, frühstücken und Messetrubel!

Nach einer gemütlichen Nacht in dem wirklich bequemen Bett unserer Nussschale und einem schnellen Frühstück ging es direkt zur Messe. Nachdem wir noch einmal in aller Ruhe die wunderschönen Stände der Publikumsverlage bewundert haben – allen voran die von Carlsen, Drachenmond, LYX und Thienemann-Esslinger – hatten wir unser erstes Verlagsdate mit Simone, die uns durch das LYX-Programm der nächsten Monate geführt hat. Ich bin sehr gespannt auf viele der Publikationen und kann es im Prinzip kaum erwarten, zumal auch einige Fortsetzungen dabei sind.
Die liebe MissPaperback hat dann zu einem kleinen Treffen geladen, für all diejenigen, die am Donnerstag schon auf der Messe sind und die vielleicht bei den beiden großen Bookstagram-Treffen am Wochenende verhindert sind. Hier ließ es sich wunderbar netzwerken und einige Bekanntschaften von Blog und Bookstagram vertiefen. Getroffen habe ich unter anderem Jessi, lesemaedchen, Alue, Vicky, Saskia, Tabea, Lisa und Ally.

Nach dem Bookstagramtreffen ist vor der Lesung…

Abends ging es dann in die herrliche Hugendubel-Filiale in der Frankfurter Innenstadt, in der Tami Fischer aus ihrem Debütroman Burning Bridges vorgelesen hat – moderiert von Ava Reed. (Ich habe den Roman übrigens in der Zwischenzeit durchgelesen und tippe demnächst eine Rezension dazu!)

Der Stand vom Carlsen-Verlag war wie zu jeder Messe ein absoluter Hingucker!

 

Tag 3: Freitag, 18.10. – Stöbern, Lesen und Quatschen.

Romance Talk und Lesen ist nichts für Feiglinge

Der Freitag war der entspannteste Tag, was die Terminlage anging.
Morgens sind wir zum Romance Talk von Droemer Knaur gegangen und haben dabei Tami Fischer wieder getroffen, die zusammen mit Lilly Lucas und Katharina Mittmann auf dem Podium saß – moderiert wurde das Gespräch von der lieben Lea von Liberiarium. Leider hatten wir im Anschluss keine Zeit mehr, uns Band zwei von Tamis Reihe zu holen, den es am Stand bereits zu kaufen gab und der eigentlich erst im November erscheint, denn es ging direkt nahtlos weiter mit der Auftaktveranstaltung von Lesen ist nichts für Feiglinge, der Lesetour von Ava Reed, Katharina Herzog, Rose Snow und Marah Woolf. Nebst Artwork-Goodies, Sektempfang und einer tollen Lesung, habe ich mir endlich Ashes & Souls von Ava geholt und gleich signieren lassen.
Spontan sind wir dann mit einigen anderen Bloggerinnen und Bookstagramerinnen noch zu Julia Engelmann gefahren. Ich habe sie zum ersten Mal live gehört/gesehen und es war wunderbar!

Der #LYXAbend, mein Messehighlight!

Und dann ging es zu meinem Messehighlight: dem #LYXabend vom LYX-Verlag. In einer herrlich schönen Location durften wir auf Einladung des Verlages schlemmen, netzwerken und fünf der Autorinnen treffen, die derzeit im Verlag publizieren.
Jede Autorin hatte einen Tisch mit ihr “zugeordnete” Gäste, die gemeinsam mit ihr speisten, quatschten und Rätsel lösten. Aber auch zwischendurch gab es viel Möglichkeit, mit allen Abendgästen ins Gespräch zu kommen. Ich saß gemeinsam mit Mel, Jess, Alina, Luisa, Marie und Uli vom LYX-Verlag am Tisch von Bianca Iosivoni, von der ich dir bereits ihre Dilogie Falling Fast und Flying High vorgestellt habe.

Unsere #LYXAbend-Tischgesellschaft. (von v.r. nach v.l.: Jess, Alina, ich, Uli, Marie, Luisa, Mel und Bianca.

 

Tag 4: Samstag 19.10. – Verlagsprogramme, Gespräche und Abreise.

Spannende Gespräche mit tollen Autorinnen

Der Samstag begann mit zwei sympatischen und spannenden Gesprächen mit den beiden LYX-Autorinnen Morgane Moncomble und Kim Nina Ocker, die ich bereits am Vorabend kennen gelernt hatte (die Interviews folgen dann bald!).
Danach gab es Insights in die Verlagsprogramme von cbj und cbt, für die sich Sonja Zeit für uns genommen hatte (Danke dir!) und im Anschluss gleich noch zu dtv und bold – danke Steffi, für deine Zeit!

Wiedersehen mit Lena Kiefer!

Im Vergleich zu den letzten Messe-Tagen war es am Samstag brüllend voll mit buchbegeisterten Menschen, denn die Fachbesuchertage der Frankfurter Buchmesse waren vorbei und das merkte man wirklich sehr sehr deutlich.
Wir hatten daher wenig Lust, die noch fehlenden Stände auf unserer Agenda abzuhaken und waren stattdessen viel draußen – unter anderem zu einem kurzen Treffen mit Lena Kiefer, der Autorin von Ophelia Scale. Kurz vor unserem letzten Termin, einem interessanten Gespräch mit Kira Licht, haben wir dann auch noch Aki getroffen, die ich durch die Entfernung Berlin–Saarland leider viel zu selten sehe.

Byebye Messe…

Und dann ging es auch schon wieder heim – trotz anstrengender Tage und wenig Schlaf, ging die Frankfurter Buchmesse viel zu schnell vorüber. Aber dank Sitzplatzreservierung und einem leckeren Schokoladen-Baiser vom Frankfurter Bahnhof immerhin auf sehr angenehme Weise.

Weitere Beiträge zur Messe

* Der Beitrag über die Frankfurter Buchmesse besteht aus einer Vielzahl von freiwilligen Links zu BookstagrammerInnen, Buchblogs, AutorInnen und Verlagen. Für keinen dieser Links wurde ich bezahlt, noch gab es andere Unterredungen, die eine Verlinkung meinerseits erzwungen haben.

Zum Schluss noch ein obligatorisches #Shelfie vom LYX-Regenbogenregal.

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