Finding Back To Us – Bianca Iosivoni

Finding Back To Us – Bianca Iosivoni

Finding Back To Us* ist das Remake einer älteren Geschichte von Bianca Iosivoni – dem Roman „Was auch immer geschieht“. Gemeinsam mit der indirekten Fortsetzung Feeling Close To You wurde der Roman im Februar 2020 neu verlegt.
Im Rahmen einer Bloggeraktion habe ich beide Romane vom Verlag bekommen und musste sie auch einfach direkt beginnen. Bianca Iosivoni gehört zu meinen liebsten deutschen New Adult Autorinnen, nachdem sie sich mit Falling Fast im letzen Jahr schon in mein Herz geschlichen hat.

Die Geschichte ist, anders als die Fortsetzung Feeling Close To You allein aus der Perspektive der Protagonistin Callie geschrieben. Callie, eigentlich Calliope, verbringt mehr oder weniger freiwillig den Sommer in der Kleinstadt, in der sie aufgewachsen ist. Ihre kleine Schwester hat nämlich die High School angeschlossen und möchte unbedingt noch einen Sommer mit ihrer Familie verbringen. Das das eher schwierig ist, verrät schon der Klappentext: Denn zur Familie gehört auch ihr Stiefbruder Keith, der Schuld trägt am tödlichen Autounfall ihres Vaters.

Doch auch abgesehen davon scheint Callie gerade nicht der glücklichste Mensch zu sein, denn auch ihr Studium bereitet ihr Probleme, sodass sie am Ende sogar ganz froh um die Ablenkung durch ihre kleine Schwester und die gemeinsame Stiefmutter ist. Wenn doch nur Keith nicht ständig nerven würde – und dabei auch noch so elendig heiß sein muss.

Finding Back To Us – Bianca Iosivoni

Ein Vermächtnis und Erinnerungen

Immer wieder stoßen wir dabei in der Handlung auf Hinweise zum verstorbenen Vater der Mädels. Ob es die ungewöhnlichen Namen der Töchter sind (große Liebe übrigens dafür), Callies Berufswahl und natürlich ihr Unverständnis darüber, dass scheinbar alle ihr Leben weiterleben und Keith nicht mehr jeden Tag und jede Sekunde spüren lassen, dass er die Familie kaputt gemacht hat. Und auch Keith selbst, der ebenfalls viele Jahre verschwunden war und erst seit kurzem wieder in der Stadt ist, scheint das ein oder andere Geheimnis zu haben.

Klappentext von Finding Back To Us*

Sie darf ihn nicht lieben – denn er ist ihr Stiefbruder …

Als Callie nach langer Zeit in ihre Heimatstadt zurückkehrt, ist der Erste, dem sie dort begegnet, ausgerechnet Keith. Keith, der den Autounfall verursachte, bei dem ihr Vater starb. Keith, den sie nie mehr wiedersehen wollte. Sofort flammen der Schmerz und die Wut von damals wieder auf. Aber auch ein gefährliches Prickeln, das Callie völlig verwirrt. Denn Keith ist nicht nur die Person, die sie am meisten hasst. Er ist auch ihr Stiefbruder …

(Quelle)

Ich muss an dieser Stelle gestehen, dass ich so gar kein Fan dieser Stiefgeschwister-Thematik bin. Also so wirklich nicht. Gepaart mit der Autounfall-Geschichte, die ich auch als Storyangle immer etwas schwierig finde, war daher meine Erwartungshaltung an das Buch eher gering. Dennoch wollte ich dem Buch eine Chance geben, auch weil ich den zweiten Teil gern lesen wollte und jegliche Andeutung an die dort agierenden Personen, trotz nur losem Zusammenhang, mitnehmen wollte.

Was soll ich sagen: Ich bin noch immer kein Fan der Thematik, aber ich bin ein Fan der Charaktere geworden.

Finding Back To Us – Bianca Iosivoni

Wut, Trauer und viel Geheimniskrämerei

Es mag daran liegen, dass das Buch eigentlich schon etwas älter ist oder auch daran, dass es schwierig geworden wäre, einen der großen Plotttwists aufrecht zu halten, wenn Teile der Geschichte auch aus Keith‘ Perspektive geschrieben worden wären, aber mir hat das echt gefehlt. Irgendwie ist man das einfach inzwischen so gewohnt, in den Gedanken- und Gefühlswelten beider Charaktere zu lesen, dass ich damit wirklich erstmal klar kommen musste.
Dadurch ist mir Keith leider auch etwas zu blass geblieben, obwohl er in eigentlich allen Szenen als unfassbar aufregender Charakter beschrieben wird (allein dieses Grinsen die ganze Zeit! Haaaaach!). Und auch wie die Geschichte zwischen Callies Schwester und ihrem „Schwarm“ (no Spoiler) ausgeht, wüsste ich zu gern.

Abgesehen davon, finde ich die Lösung der Story sehr schön (wenn auch nicht überraschend) und gelungen.

Gestatten, Donovan Parker

Mein Highlight war jedoch, ich bin ganz ehrlich, Parker. Parker, der eigentlich Donovan heißt, sich aber ausschließlich bei seinem Nachnamen rufen lässt, ist der Protagonist des zweiten Teils. Als Callies bester Freund texten die beiden in diesem Teil viel miteinander und er besucht sie zu ihrem Geburtstag. Dabei wirft er auch ein Auge auf Callies beste Freundin – und wie das ausgeht, erfahren wir im zweiten Band des Duetts: in Feeling Close To You.

Fazit: Wie bisher immer in einer Geschichte der Autorin, haben mich sowohl die ProtagonistInnen als auch die Randfiguren sehr begeistert. Auch die Lovestory zwischen Callie und Keith ist an sich sehr schön, nur leider bin ich diesmal aber nicht so richtig in die Story selbst reingekommen, weil das Thema (Stiefgeschwister & Autounfall) einfach nicht so meins ist. Auch kann ich mich mit des „Rätsels Lösung“ leider nicht anfreunden.

Buchrezension Bewertung

Bibliographische Angaben Finding Back To Us*

Titel: Finding Back To Us
Autorin: Bianca Iosivoni
Originalsprache: deutsch
gelesen auf: deutsch
Version: Taschenbuch/Broschiert
Verlag: LYX; Auflage: 3. Aufl. 2020 (24.02.2020)
ASIN: xxx
ISBN: 978-3-7363-1119-0
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 448 Seiten
Preis: 12,90€ (TB), 8,99€ (eBook)

* Das Rezensionsexemplar von Finding Back To Us wurde mir freundlicherweise vom LYX Verlag kostenfrei zur Verfügung gestellt. Dies hat meine Meinung jedoch nicht beeinflusst.

Finding Back To Us & Feeling Close To You – Bianca Iosivoni

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