Eine Leiche auf Abwegen – Jeff Cohen

Das Buch Eine Leiche auf Abwegen* von Jeff Cohen ist der zweite Teil um den Ermittler Samuel Hoenig und die beiden reizenden Nebenfiguren in den Rollen seiner Assistentin Ms. Washburn und seiner Mutter. Wie auch schon bei Eine Leiche riskiert Kopf und Kragen, dominiert das Asperger-Syndrom des Ermittlers die Handlung, verstrickt sich oft in Situationskomik und öffnet mitunter die Augen zum Thema Autismus.

Eine Leiche – im Büro von Samuel Hoenig!

Nach dem Abschluss des letzten Falls hat Ms. Washburn gekündigt und Samuel arbeitet wieder allein in seiner kleinen Agentur. Sein Tagesablauf ist glücklicherweise weiterhin geklärt, es gibt kaum nennenswerte Störungen – alles ist schön. Bis diese Frau in seinem Büro auftaucht und wissen will, wer eigentlich der Typ ist, der sich als ihr Ehemann ausgibt. Eine Frage, die der Besitzer der Agentur „Fragen Beantworten“ nicht so leicht beantworten kann – denn als Autist hat er es nicht ganz so mit dem Verständnis von zwischenmenschlichen Beziehungen… wo ist nur Ms. Washburn?

Eine Leiche auf Abwegen - Samuel Hoenigs zweiter Fall - Jeff Cohen - Buchrezensionen auf vielleichtaberdoch.de

Wer hat den unbekannten Ehemann ermordet?

Samuel Hoenig, ein besonders logisch und rational denkender Mensch, hat seine spezielle Persönlichkeit zum Beruf gemacht: Er beantwortet Fragen, und das sehr erfolgreich – bislang ist er keinem seiner Kunden eine Antwort schuldig geblieben. Doch als eine Dame ihn damit beauftragt, die Identität des Mannes herauszufinden, der sich als ihr Ehemann ausgibt, ist Samuel ratlos. Was die Ehe und zwischenmenschliche Beziehungen betrifft, ist er eher unbewandert. Als Samuel den vermeintlichen Gatten jedoch tot in seinem eigenen Büro auffindet, steht er plötzlich vor einer gänzlich anderen Frage: Wer hat den unbekannten Ehemann getötet? (Quelle)

Interessant, witzig und einfühlsam

Jeff Cohen bleibt auch in diesem Teil seinem Stil treu und schildert das Asperger-Syndrom aus einer – für einen Laien – nachvollziehbaren und interessanten Perspektive, ohne dabei ins Lächerliche oder – das andere Extrem – zu sehr ins therapeutische abzudriften. Samuel ist ein bunter Charakter, der oft unfreiwillig komisch ist und dennoch kann man gar nicht anders, als ihn zu mögen. Die beiden Frauen in seinem Leben (Mutter und Assistentin) bekommen ebenfalls mehr Tiefe und sind nicht mehr so an den Rand gedrängt wie im Auftakt der Reihe.

Fazit: Wie auch schon im ersten Teil, dominiert Samuel die Handlung sehr stark, was vielleicht auch deshalb merkwürdig ist, weil ich selten Bücher lese, die nur einen richtigen Protagonisten haben. Die Story hat mir um einiges besser gefallen, als die des ersten Teils, weil ich sie logischer und weniger abstrakt fand. Vor allem aber der Humor und die merkwürdige Beziehung zwischen Ms. Washburn und Samuel Hoenig haben mir gefallen und machen das Buch aus meiner Sicht sehr lesenwert.

Buchrezension Bewertung

Bibliographische Angaben

Titel: Eine Leiche auf Abwegen*
Autor: Jeff Cohen
Originalsprache: englisch; The Question of the Unfamiliar Husband (Samuel Hoenig 2)
gelesen auf: deutsch
Version: Taschenbuch
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (15. Januar 2018)
ASIN: B071DCKC1D
ISBN: 978-3734103506
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 384 Seiten
Preis: 9,99€ (TB), 8,99€ (eBook)

* Das Rezensionsexemplar von Eine Leiche auf Abwegen“ wurde mir freundlicherweise von der Verlagsgruppe Randomhouse kostenfrei zur Verfügung gestellt. Dies hat meine Meinung jedoch nicht beeinflusst.

Eine Leiche auf Abwegen - Samuel Hoenigs zweiter Fall - Jeff Cohen - Buchrezensionen auf vielleichtaberdoch.de

Folgende Artikel könnten Dir auch gefallen:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.