Diese 8 Kriminalromane sind absolut lesenswert

In der Reihe „Diese … sind absolut lesenswert“ stelle ich hin und wieder verdammt gute Bücher und Buchreihen unterschiedlicher Genres vor. Diesmal: Kriminalromane und im besonderen Detektivgeschichten, die aus meiner Sicht absolut lesenswert sind.

Abgrenzung der Kriminalliteratur

Es gibt so dermaßen unterschiedliche Lektüre im Bereich der Kriminalliteratur, dass es sich vermutlich auch lohnen würde, für jedes Sub-Genre einen einzelnen Beitrag zu machen. Aber da ich z. B. Thriller nie gern gelesen habe und mich da unmöglich zu äußern möchte, ist ein gesammelter Beitrag schon angebracht.

Mein liebstes Genre innerhalb der Kriminalliteratur sind die Detektivgeschichten. Das sind Geschichten, in denen der Verlauf der Geschichte so erzählt wird, dass die LeserInnen eine gute Möglichkeit haben, mit dem ermittelnden Detektiv oder der ermittelnden Detektivin mitzuraten. In der Regel geht es dabei weniger um die Darstellung der Tat an sich, als um die Aufklärung, zumeist auf einer psychologischen Ebene.

In diese 8 Kriminalromane solltest du also mal einen Blick werfen.

Blausäue – Agatha Christie

Eine der besten Geschichten aus der Feder von Agatha Christie ist der Roman „Blausäure“, in dem aus der Perspektive unterschiedlicher Charaktere der Suizid der wohlhabenden Rosemary Barton – oder doch ein Mord? – betrachtet wird. Alle Figuren standen vor dem Unglück in einer sehr besonderen Beziehung zur Toten und waren am Abend ihres Ablebens zugegen. Der Roman besticht durch vielschichtige Charaktere, eine besonnene und durchdachte Handlung und eine clevere Aufklärung. Den drei Teilen des Romans sind klassische Zitate voran gestellt, die Bezug zur jeweiligen Handlung nehmen: Das erste entstammt einem Gedicht von John Keats: „What can I do to drive away remembrance from mine eyes“, das zweite aus Shakespeares Hamlet: „There’s Rosemary, that’s for remembrance“  und das dritte stammt aus dem Gedichtband Maud von Alfred Tennyson: „For I thought that the dead had peace/But it is not so …“.

Nicolas Le Floch – Jean-François Parot

Der französische Diplomat und Schriftsteller Parot hat mit seinen 13 Bänden um seinen Commissaire Nicolas Le Floch einen wahren Hype in Frankreich ausgelöst und auch hierzulande werden die Bücher inzwischen übersetzt. Der Polizeikommissar besteht seine Abenteuer im Paris des 18. Jahrhunderts und trifft dabei immer wieder auf reale historische Personen, während auch das Zeitgeschehen und die Besonderheiten der Pariser Gesellschaft und der Gesellschaft des königlichen Hofes in Versailles eine bedeutende Rolle in den Romane spielen.

Der Hund der Baskervilles – Arthur Conan Doyle

Es gibt viele Romane und noch mehr Kurzgeschichten, in denen Arthur Conan Doyle seinen berühmten Meisterdetektiv Sherlock Holmes auf die Jagd nach Verbrechern schickt. Mit seiner Kunst der Deduktion schafft er es dabei, die oft verblüffenden Rätsel zu lösen. Der Hund der Baskervilles ist dabei ein Krimi-Klassiker, wie er im Buche steht. In der Region Dartmoor im späten 19. Jahrhundert lebt die offenbar verfluchte Familie Baskerville. Zu Beginn wird der amtierende Hausheer von einem monströsen Hund getötet – ein solcher Hund, wie er der Sage nach durch die Moore, die das Anwesen umgeben, herumstreunt. Als der neue Erbe ankommt, droht auch ihm Gefahr und Sherlock Holmes und Dr. Watson werden hinzugezogen, um das Rätsel zu lösen.

Die Eberhofer-Krimis – Rita Falk

Humor steht ganz klar im Fokus in der modernen Krimireihe von Rita Falk. Am Anfang der Reihe strafversetzt in seinen Heimatort Niederkaltenkirchen, muss der arme Franz Eberhofer den braven Dorfpolizisten spielen. Zum Glück kommen im stetig Leichen und andere Unannehmlichkeiten in die Quere, die seinen Arbeitsalltag etwas vielfältiger gestalten. Der heimliche Star der Reihe, die Oma Eberhofer, ist daher der Inbegriff der älteren Dame und auch die anderen Charaktere so liebenswert, wie sie komisch sind.

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Mord im Orientexpress – Agatha Christie

Der vielleicht bekannteste Roman von Agatha Christie ist Mord im Orientexpress. Und das vollkommen zurecht, denn die Geschichte ist so verworren und klar gleichermaßen, dass ich das Buch keine Sekunde lang aus der Hand legen konnte. Während eines Schneesturms wird im Orientexpress der undurchsichtige und nicht gerade sympathische Amerikaner Edward Ratchett ermordet. Da der Zug im Schnee feststeckt, muss der Täter oder die Täterin unter den anderen Fahrgästen sein. Glücklicherweise ist der belgische Detektiv Hercule Poirot, auf seiner Reise von Istanbul nach London, mit an Board und kann die Tat rekonstruieren. Mehrfach verfilmt, erst kürzlich mit Starbesetzung für die große Leinwand.

Die Hugo Hawksworth Trilogie – Elizabeth Edmondson

Erst vor etwas mehr als einem Jahr bin ich über die Romane von Elizabeth Edmondson gestolpert und habe Der Tote in der Kapelle und Mord auf Selchester Castle mit viel Spannung gelesen. In einer schönen Mischung aus historischen Kriminalromanen und einem Setting wie in Downtown Abbey macht das Lesen einfach Spaß.

Agatha Raisin – M. C. Beaton

Insgesamt dreißig Romane hat die britische Autorin Marion Chesney unter dem Pseudonym M. C. Beaton über die Hobbydetektivin Agatha Raisin geschrieben, ehe sie im Dezember vergangenen Jahre verstorben ist. Im Auftakt der Reihe, Agatha Raisin und der tote Richter (orig. Agatha Raisin and the Quiche of Death), verkauft die PR-Beraterin Agatha Raisin ihre Londoner Beratungsagentur, um ein bisschen romantisch verklärt aufs englische Land zu ziehen. Schnell muss sie sich dann um einen Mordfall kümmern, in dem sie leider selbst zunächst die Hauptverdächtige ist. Ein bisschen Miss Marple in der Moderne, gepaart mit englischen Humor.

16 Uhr 50 ab Paddington – Agatha Christie

Einer geht noch von der Grande Dame der Kriminalliteratur. In „16 Uhr 50 ab Paddington“ ermittelt die wunderbare Miss Marple in einem der psychologisch spannendsten Werke der Autorin. Als die ältere Dame Mrs. McGillicuddy über Weihnachten ihre Freundin Miss Marple besuchen möchte, wird sie während der Zugfahrt Zeugin eines Mordes. Leider kann sie nichts weiter tun, denn der Mord geschieht in einem vorbeifahrenden Zug und schnell ist der Moment wieder vorbei. Doch eine Leiche wird nicht gefunden und so macht sich Miss Marple auf die Suche danach im ländlichen Brackhampton. Mehrfach verfilmt, unter Anderem mit der wunderbaren Joan Hickson.

Und welche Kriminalliteratur liest du gern?

Jetzt bist du dran! Verrate mir doch einmal, welche Bücher oder Buchreihen, du in dieser Liste vermisst hast oder bei welchen du der Meinung bist, dass sie nicht unbedingt hier stehen sollten. Ich freue mich auf deine persönlichen Top 8 Kriminalromane!

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