Die Meistermagier – Charlie N. Holmberg

„Die Meistermagier“ ist der Abschlussband der dreiteiligen Papiermagier-Trilogie. Ein letztes Mal macht sich die Protagonistin Ceony darin auf den Weg, die Welt vor den gefährlichen Exzisoren zu befreien – und nebenbei muss sie noch für ihre Abschlussprüfung lernen.
Diese ist die letzte Hürde, ehe die begabte Magie-Azubine eine vollwertige Magierin ist.

Schon in den ersten beiden Teilen: Der Papiermagier und Der Glasmagier wurde Ceony mit den Exzisoren, Magier*innen, die ihre magische Kraft aus dem Leben selbst ziehen und ihre Opfer dabei vernichten, konfrontiert. Dieser Teil schließt nun das Geschehen ab.

Noch einmal beginnt die Jagd

Während sich Ceony langsam aber sicher auf die sich nahenden Prüfungen vorbereitet, treffen sie gleich zwei harte Schläge: Zum einen will ihr Meister, der Papierzauberer Emery Thane sie nicht selbst prüfen, zum anderen ist ein gefährlicher Exzisor, an deren Verhaftung sie beteiligt war, ausgebrochen und scheint nun auf Rache aus.
Obwohl Ceony durchaus versteht, warum Emery Thane sie nicht prüfen will, sondern sie zu seinem miesgelaunten Kollegen schickt, ist sie alles andere als begeistert davon. Vor allem nachdem die kleinen magischen Papiervögelchen, die sich beide heimlich schicken, plötzlich ausbleiben…

Klappentext

»Die Meistermagier« ist nach »Der Papiermagier« und »Der Glasmagier« das dritte Abenteuer um die begabte Ceony Twill.

Als Magierin in der Ausbildung sehnt Ceony Twill ihre Abschlussprüfung herbei, die sie endlich zum vollwertigen Mitglied der magischen Gemeinschaft machen wird. Denn erst dann kann sie ihrem geliebten Mentor Emery Thane offenbaren, dass sie auch mit Materialien außer ihrem eigenen, dem Papier, arbeiten kann – eine Fähigkeit, die kaum ein anderer Magier besitzt.
Doch während Ceony mit Hochdruck für ihre Examen lernt, muss sie erfahren, dass der Mörder Saraj aus dem Gefängnis entkommen ist. Der Verbrecher hat Ceony und ihre Lieben wieder ins Visier genommen und Rache geschworen. Auch ohne die Prüfung abgelegt zu haben, muss die junge Magierin sich Saraj stellen, der die einzige Magie beherrscht, die ihr verwehrt ist. Doch ist Ceony stark genug, um sich dem Bösen entgegenzustellen? [Quelle]

Eher schwaches Ende der Trilogie

Wie auch schon im zweiten Teil, empfand ich Ceonys Tatendrang mitunter etwas anstrengend. Sie muss unbedingt ihre Nase überall mit reinstecken. Ihre Verzweiflung – keiner will sie mit einbeziehen, obwohl sie es ja scheinbar kann – ist zwar nachvollziehbar, dennoch sind ihre Bemühungen zum Teil einfach nur nervig.

Generell hatte ich den Eindruck, dass ein Großteil der Handlung dieses Buches nur zustande gekommen ist, weil sie sich unbedingt einmischen musste. Aber vielleicht bin ich auch etwas hart zu ihr, da ich ihr das unmögliche Verhalten von Teil 2 noch nachtrage.
Denn nach wie vor war es sehr spannend zu lesen, wie es weitergehen wird und was Ceony mit ihren neuen Fähigkeiten so anstellt. Denn wie es auch schon der Klappentext verrät, hat sie die Kunst erlernt, sich jedes Material zu Eigen zu machen. Nur muss sie es jetzt halt allein lernen, denn jemanden davon zu erzählen, traut sie sich nach den Geschehnissen des zweiten Teils nicht.

Klappentext-Interpretationen…

Schwierig finde ich auch hier wieder die Formulierung des Klappentextes, die ihre Entdeckung als eine besondere Fähigkeit beschreibt. Da Ceony diese noch für sich behält, gibt es dazu zwar keine Sicherheit, aber ich habe es bis zum Ende hin so verstanden, dass die Möglichkeit grundsätzlich jede*r Magier*in hat. Es ist nur bisher nie versucht worden. (Ausnahmen bestätigen die Regel – schließlich musste ja jemand auch Ceony auf die Idee bringen.)

Die Meistermagier (Papiermagier Teil 3) - Charlie N. Holmberg - Buchrezensionen und Reviews auf vielleichtaberdoch.de

Wird es ein Happy End geben?

Im Gegensatz zu den ersten beiden Teilen, die bis zuletzt spannend waren, drehen sich die letzten gut fünfzehn Prozent nur noch um Ceonys Abschlussprüfung und die letztendliche Frage, ob und wie es eine gemeinsame Zukunft für Ceony und Emery gibt.
Das klingt an sich zwar weniger dramatisch, ist aber für das Ende der Reihe sinnvoll. Und natürlich war mir der Teil zu gefühlsduselig – mehr oder weniger latent hat die Story das aber generell getragen. Aber diesbezüglich bin ich vielleicht auch das falsche Maß der Dinge. 😉

Fazit: Am Ende bekommt der Abschlussband und damit auch die ganze Reihe eine Empfehlung vor mir. Das Setting, die Charaktere und auch die Art und Anwendung der Magie in der Reihe haben mir durchweg gefallen und das Ende löst alle losen Enden. Es gab natürlich einige Nervmomente der Protagonistin. Aber das erwähnte ich bereits. Wirklich enttäuschend fand ich am Ende aber eigentlich nur eines: Über die neuen Möglichkeiten der Magie durch Ceonys Entdeckung wird quasi gar nicht gesprochen.

Buchrezension Bewertung

Bibliographische Angaben zu Die Meistermagier

Titel: Die Meistermagier (Die Papiermagier-Serie 3)
Autor: Charlie N. Holmberg
Originalsprache: englisch (The Master Magician)
gelesen auf: deutsch
Version: eBook
Verlag: 47North (2. Mai 2017)
ASIN: B06XRFZGHJ
ISBN: 978-1542045766
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 234 Seiten
Preis: 9,99€ (TB), 4,99€ (eBook)

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