Der Fluch des Drachen – Michelle Natascha Weber

Der Fluch des Drachen gehört zur Nebellande-Reihe der deutschen Autorin Michelle Natascha Weber. Vor einigen Wochen habe ich Dir bereits etwas über meine Meinung zum ersten TeilFeenblut – erzählt. Einen Spoiler musst du in dieser Rezension jedoch nicht fürchten: Die Handlung der einzelnen Nebellande-Teile ist in sich geschlossen. Doch das Schöne an der Reihe ist das Aufgreifen von Nebencharakteren einer Geschichte in einem späteren Teil.

Schmerzhaft drücken sich die Schuppen hervor…

Nach Feenblut, ist Der Fluch des Drachen der zweite Teil der Nebellande-Reihe. Da ich zu Beginn nicht wusste, dass die einzelnen Bücher der Reihe nur sehr lose aufeinander aufbauen und mit jedem Teil die Geschichte der jeweiligen Protagonist*innen erzählt ist, brauchte einen Moment, um mit dem Buch warm zu werden. Denn natürlich hatte ich erwartet, dass die Geschichte an den ersten Teil anknüpfen würde – es war ja längst nicht alles erzählt worden. Es wird jedoch ein neuer Handlungsfaden gesponnen, denn die Geschichte um Viola aus Feenblut ist (erstmal) beendet – eigentlich war es ja auch ein schönes Ende. ♥

Dieser Teil greift die Geschichte von Rhydan auf, einem der Fey-Könige, der einige kurze Auftritte im ersten Teil hatte. Durch einen Fluch verwandelt sich der Drache von Ailyad, wie er genannt wird, tatsächlich nach und nach in einen Drachen. Doch der Fluch hat noch weit schlimmeres mit ihm vor, als „nur“ die schmerzhafte Verwandlung.
Unglücklicherweise sägt Rhydans junger Halbbruder auch noch an seinem Thron und hofft, die Schwäche seines Bruders, die der Fluch verursacht, für sich nutzen zu können.

Klappentext von Der Fluch des Drachen

Ein grausamer Fluch. Die unerbittliche Feindschaft zweier Völker, die das Verderben für beide in sich trägt.

Der König sprach nur ein einziges Wort und der Bannreif fiel in seine Hand, die offen darunter gewartet hatte. Er öffnete ihre Finger und legte das goldene Schmuckstück hinein, schloss sie darüber. »Mein Leben liegt in Eurer Hand, Neah. Tut damit, was Ihr für richtig haltet.« Er sah ihr ruhig in die Augen, dann ließ er sie los.

Zweihundert Jahre sind vergangen, seitdem ein mächtiger Fluch über Rhydans Familie ausgesprochen wurde. Zweihundert Jahre, in denen er gehofft hat, dass er ihm entkommen könnte. Aber seine Hoffnungen waren vergebens. Die ersten Drachenschuppen bohren sich durch seine Haut und der unheimliche, verzehrende Zorn erwacht. Der König von Ailyad verwandelt sich unaufhaltsam in eine Bestie, die nach dem Blut ihres eigenen Volkes giert.

Rhydan weiß, dass es nur eine Rettung für ihn gibt – Neah, die Erbin der Frau, die ihn einst verflucht hat. Die Tochter des Königs jenes Volkes, das er seinerzeit im Namen seines Vaters gejagt hat. Doch Neah hasst den Mann, der seit ihrer Kindheit als erbarmungsloser Krieger durch ihre Albträume wandelt. Und auch die junge Prinzessin hütet ein Geheimnis. Denn in ihr schlummert ein fremder Geist, der mit jedem Tag mehr Einfluss auf ihr Leben gewinnt.
Sie muss feststellen, dass es eine geheimnisvolle Verbindung zwischen ihr und dem feindlichen König gibt, von der sie niemals etwas geahnt hat. Und diese Entdeckung stellt alles infrage, woran sie ihr Leben lang geglaubt hat. [Quelle]

Der Fluch des Drachen - Die Nebellande Teil 2 - Michelle Natascha Weber - Buchrezensionen und Reviews auf vielleichtaberdoch.de

Hofintrigen, eine Entführung und ein übler Fluch

Dieser zweite Teil der Nebellande-Reihe greift grob auf das Schema des ersten zurück: zwei Wesen mit unterschiedlichen Hintergründen und einer Abneigung zueinander, arbeiten mehr oder weniger freiwillig miteinander. Hier und dort springt ein Funke über und die Romantik blinzelt durch.

Kann man jetzt langweilig finden, aber wie auch schon im ersten Teil sind es vor allem die Handlung Drumherum und auch die Charaktere, die das Buch lesenswert machen. Und sind wir mal ganz ehrlich: die Hälfte aller Liebesbeziehungen beginnt doch mit: Eigentlich kann ich dich nicht leiden.

Besonders angetan hat es mir übrigens die Stadt Elorean, in der ein Teil der Handlung spielt. Die Stadt wurde so lebendig beschrieben, dass ich förmlich auch in das Gasthaus dort ziehen wollte.

Die Hexe und der Fey-König

Rhydan und Neah sind zwei herrliche Protagonisten und es macht Spaß, ihr Abenteuer zu lesen und mit ihnen mitzuleiden. Sie entstammen sehr unterschiedlichen Gefilden und wie auch schon in Feenblut schafft es Michelle Natasha Weber, diese Charaktere mit ihrer ganz eigenen Sprache einzufangen, zu beschreiben und lebendig werden zu lassen. Lediglich die Familie von Neah ist mir zu blass geblieben und hat mich etwas zu sehr an die sonst so disneytypische Schwarz-Weiß-Haltung der Figuren erinnert.

Fazit: Unterm Strich fand ich diesen Teil sogar schöner als den ersten Teil, was nicht nur an der ebenfalls schönen Schreibweise sondern vor allem an der größeren Fülle an sympathischen Nebencharakteren (z.B. Rhydans Drachengefährtin, aber auch der ominöse Meister der Masken) liegt, die die Geschichte noch tiefer werden lassen, als es bei Feenblut der Fall war.

Buchrezension Bewertung

Bibliographische Angaben

Titel: Der Fluch des Drachen (Die Nebellande 2)
Autorin: Michelle Natascha Weber
Originalsprache: deutsch
gelesen auf: deutsch
Version: eBook
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform (21. Oktober 2014)
ASIN: B00OQCXLOU
ISBN: 978-1502922830
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 493 Seiten
Preis: 14,95€ (TB), 2,99€ (eBook)

Der Fluch des Drachen - Die Nebellande Teil 2 - Michelle Natascha Weber - Buchrezensionen und Reviews auf vielleichtaberdoch.de

Folgende Artikel könnten Dir auch gefallen:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.