Burning Bridges – Tami Fischer

Eigentlich wollte ich gar nicht mehr so viel New Adult und wieder mehr Fantasy lesen. Doch als ich zur Frankfurter Buchmesse bei einer Lesung von Tami Fischer war, war ich so beeindruckt von ihrem Buch Burning Bridges und ihrer Protagonistin Ella, dass ich das Buch nicht nur postwendend mitnahm, sondern zwischenzeitlich direkt den Folgeband geordert habe.

Das Setting aus Tami Fischers Roman ist dabei vertraut und erprobt, denn es spielt in der fiktiven US-amerikanischen Kleinstadt Fletcher, in der Ella Johns, Protagonistin aus Burning Bridges, lebt und studiert. Gemeinsam mit ihrer Clique studiert sie an der örtlichen Fletcher University und erlebt gleich zu Beginn der Story ein echtes Drama, als ihr Freund ihr das Herz bricht. Als sie kurz darauf auf ihrem nächtlichen Nachhauseweg von einigen Männern schief angemacht und bedrängt wird, rettet sie ein geheimnisvoller Fremder…

Was für eine Chemie!

Nachdem der unbekannte Typ direkt wieder in der Nacht verschwindet, treffen sich die beiden kurze Zeit später wieder und Ella stellt fest, dass der mutige Ches derzeit obdachlos ist. Kurzerhand und von dem unbändigen Versuch sich zu bedanken getrieben, lädt sie ihn zu sich ein. Und danach begegnen sie einander immer wieder und immer mehr knistert es zwischen den Beiden.

Burning Bridges – Tami Fischer (Droemer Knaur)

Dabei mochte ich besonders diesen entspannten Humor zwischen den Beiden, sei es der Moment, in dem der großgewachsene Ches ohne Hose (Ella war so lieb, sie zu waschen, hat dabei jedoch die Diskrepanz zwischen der Dauer einer Dusche und der einer Waschmaschine nicht weiter beachtet) aber mit einer Einhorntasse auf Ellas Couch sitzt oder die vielen Wortwechsel zwischen beiden.

Eine liebevolle Clique und eine tolle Mum

Wichtige Antreiber der Geschichte sind zum einen Ellas Freundinnen Summer und Savannah und zum anderen auch ihre Mutter. Mit Carla und Savannahs Bruder Mitchell tauchen auch schon die beiden ProtagonistInnen des zweiten Bandes Sinking Ships auf, während Ches‘ bester Freund Creed eine wichtige Rolle im abschließenden Teil der Trilogie einnehmen wird – zusammen mit der etwas ruppigen Lenny.

Da es im New Adult üblich ist, den ProtagonistInnen eine eher schwierige Beziehung zu ihren Eltern zuzuschreiben, fand ich es enorm erfrischend, wie Ella mit ihrer Mum und ihrer Tante Kat umgeht. Besonders das Verhältnis zwischen Mutter und Tochter ist sehr innig, beide stützen sich enorm und helfen einander, den schmerzlichen Tod von Ellas Vater zu verkraften.

Klappentext von Burning Bridges

Wenn wir aufeinandertreffen, sprühen keine Funken. Wenn wir aufeinandertreffen, gehen wir in Flammen auf.

Sein Name lautete Ches. Das war alles, was ich wusste. Keine Vergangenheit und keine Identität. Alles an ihm strahlte Gefahr aus, doch ich schaffte es einfach nicht, mich von ihm fernzuhalten. Ich war Metall und er der Magnet, welcher mich anzog. Doch nicht nur mich zog er an; auch Dunkelheit und Ärger und Geheimnisse begleiteten ihn wie Motten das Licht. Ich war vielleicht gebrochen, aber wenn er mich für schwach hielt, machte er einen Fehler. Ich würde jedes seiner Geheimnisse lüften. Und wenn ich brennen musste, um seine Dunkelheit zu vertreiben, würde ich jede Sekunde im Feuer genießen.

(Quelle)

Ches‘ Geheimnis

Ein wichtiger Teil der Geschichte ist die Tätigkeit von Ches, denn er studiert nicht wie Ella und ihre FreundInnen an der Universität und hat auch keinen klassischen Job. Ches lebt und arbeitet im Untergrund und versucht anfangs, Ella nach Kräften davon fernzuhalten, da dies ein Teil Fletchers ist, den sie so nicht kannte. Ches hat scheinbar allen Grund, in diesem gewalttätigen Bereich der Stadt leben, flieht er doch vor seiner Vergangenheit und ist eigentlich nirgends so sicher wie dort. Auch wenn der Preis für seine Sicherheit regelmäßige illegale Schaukämpfe sind. Und der Preis, den er zahlt, wenn er in diesen verliert, ist sehr hoch.

Nachdem ich die Schilderungen nur schwerlich nach Authentizität bewerten kann, kam mir das Setting zumindest enorm glaubhaft vor – genauso wie der ganze Umgang mit der Thematik. Dieser raue Aspekt steht daher in einem ähnlich krassen Gegensatz zu der sonst so heiteren und romantischen Handlung, wie die Trauerverarbeitung von Ella.

Burning Bridges – Tami Fischer (Droemer Knaur)

Einen großen Pluspunkt gibt es auch für die Art und Weise, mit der Ella und Ches miteinander umgehen. Sie begegnen einander mit Respekt und überfallen sich nicht. Dabei wirkt es so einfach und natürlich, dass ich mich immer wieder frage, warum das nicht längst alle Autorinnen und Autoren hinbekommen.

Fazit: Der Auftakt von Tami Fischers Fletcher-Reihe hat mir enorm gut gefallen. Nach einem kurzen strugglen ob der interessanten „Berufswahl“ des Protagonisten, bin ich voll in der Handlung aufgegangen und möchte unbedingt mehr lesen.

Buchrezension Bewertung

Bibliographische Angaben von Burning Bridges

Titel: Burning Bridges
Autorin: Tami Fischer
Originalsprache: deutsch
gelesen auf: deutsch
Version: Taschenbuch/Broschiert
Verlag: Knaur Taschenbuch, Originalausgabe (Oktober 20219)
ASIN: B07PKL99K9
ISBN: 978-3426524572
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 400 Seiten
Preis: 12,99€ (TB), 9,99€ (eBook)

Burning Bridges – Tami Fischer (Droemer Knaur)

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